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Unser HospiTour-Angebot für das Jahr 2005
                   
HospiTour
Route   von   bis   Dauer   Status
1/06
C01
 ¦  Sa 20. Mai  ¦  Sa 3. Juni 2006  ¦  15 Tage  ¦ 
2/06
C02
 ¦  Fr 2. Juni  ¦  So 11. Juni 2006  ¦  10 Tage  ¦ 
 
 

C01
2006

15 Tg

 

C02
2006

10 Tg

B01
2005

10 Tg

 

A01
2004

13 Tg


Mi, 13.Tag Di, 12.Tag Mo, 11.Tag So, 10.Tag Fr/Sa 8./9.Tag Do, 7.Tag Mi, 6.Tag Di, 5.Tag Mo, 4.Tag So, 3.Tag Sa, 2.Tag
 
 

Die Route D für die Herbstreise 2/05 steckt in der Feinplanung. Sie ähnelt der obigen Route E mit etlichen Abweichungen, dauert zwei Tage länger als jene und wird mit zwei oder drei eingebetteten, schönen, leichten Wanderungen daher kommen, die man je nach Lust und Möglichkeit mitmachen kann oder nicht.

Die folgende Beschreibung entstand für die letztjährige Reise A. Klicken Sie auf die Teilstrecken der Route A, um zu den detaillierten Erklärungen zu gelangen. Viele Elemente der Route A wird man in den diesjährigen Programmen wiederfinden.

 

 

 
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Tag 1, Freitag      Flugreise nach Sofia, Hauptstadt Bulgariens

Recht spät, um 2225 Uhr werden wir in Sofia sein. Die Immigration am Flughafen verläuft üblicherweise speditiv und problemlos, sofern man den Reisepass dabei hat. Die erste Nacht verbringen Sie im Hotel in bester, zentraler Lage, mit Blick auf die Kathedrale. Für einen Schlummertrunk dürfte die Zeit wohl noch reichen.

 
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Tag 2, Samstag, (200 km)       Von Sofia an die Donau, nach Lom

Geniessen Sie das reichhaltige, feine Frühstücksbuffet. Danach erfahren Sie das Wichtigste über die Reise und über den ersten Tag.

Alexander Newski Kathedrale (96 kb)Aus unserem Reisecar, der nun die ganze Zeit zu unserer Verfügung stehen wird, verschaffen wir uns einen Eindruck von dieser behäbigen Hauptstadt und ihrer Umgebung. Wer die Stadt kennt, ist beeindruckt, wie sehr sie sich in den letzten 15 Jahren seit dem Umbruch gewandelt hat. Die Sowjetspuren sind weitgehend verschwunden. Es wurde und wird renoviert und gebaut. Man will offensichtlich für die EU bereit sein. Ob die typische Verkehrsüberlastung als Zeichen des materiellen Bessergehens auch dazu gehört, ist fraglich. Einige ausgewählte Sehenswürdigkei­ten wie die Alexander-Newski-Kathedrale schauen wir uns aus der Nähe an.

Eingang zum Spital Lom (86 kb)Spitalbetrieb in Lom (64 kb)Am Nachmittag verlassen wir die Stadt Richtung Nordosten, überqueren den Balkan auf komfortabler Autobahn, um gegen Abend in Lom (Spitalpartnerschaft Wetzikon) einzutreffen.
Dass das Nachtessen in Gesellschaft unserer bulgarischen Partner eingenommen wird, ist selbstverständlich -- und ohnehin die beste Art, ein fremdes Land kennen zu lernen.
 
 
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Tag 3, Sonntag, (220 km)      Pleven und Trojankloster
Rechnen Sie während der Führung durch das Spital damit, dass die Spitalpartner sowohl von Lom als auch von Wetzikon ihren Stolz über das bereits Erreichte schlecht werden verhehlen können, zu Recht.
Gegen Mittag führt die Weiterreise zunächst in östlicher Richtung der Donau entlang, die über eine Strecke von 470 km die natürliche nördliche Landesgrenze zu Rumänien bildet, am etwas berüchtigten Kernkraftwerk Kozlodui vorbei, bevor es ins Landesinnere nach Pleven geht, einer Universitäts- und Regionalhauptstadt. Bulgarien nennt die Kantone Regionen und weist deren 28 auf.
Pleven Epopöe 1877 PanoramaAusschnitt aus Panorama 1877Fast alle Sehenswürdigkeiten Plevens haben etwas mit den erbitterten und letztlich erfolgreichen Befreiungskämpfen anno 1877 zu tun, als das Land das traumatische Joch der 500-jährigen Fremdherrschaft durch die Türken mit Hilfe der Russen abwarf. Ein gewaltiges Rundbild Pleven Epopöe 1877 - Panorama mit einem Durchmesser von 36 Metern zeugt von der Bedeutung, die diesen Kämpfen von den Bulgaren noch heute zugemessen wird. Nicht umsonst wird diese Periode der Befreiung als Wiedergeburtszeit ("Renaissance") bezeichnet. Sie wird uns auf der Reise immer wieder begegnen.
Trojan am Nordfuss des Balkan hat zwar auch ein Spital, das im Rahmen eines Spitalverbundes eine Partnerschaft mit der Schweiz einging. Wir lassen es jedoch buchstäblich rechts liegen und wenden uns für heute etwas völlig anderem zu, dem Trojanski Manastir, oder dem Trojankloster auf gut deutsch. Es ist das drittgrösste Kloster in Bulgarien nach Rila und Batschkovo.
Sakralkunst (7 kb)Obwohl die meisten Bulgaren ein durchaus pragmatisches Verhältnis zu Glaube und Religion pflegen, geniessen die vielen Klöster ihre Hochachtung. Denn es waren die Klostermönche Kyrill und Method, welche den Bulgaren eine eigene Schrift schufen (Kyrillisch), die sich schon lange bis nach Russland verbreitet hat. Und es waren die Klöster, die das Lesen und Schreiben lehrten. Sie waren es auch, die dank ihrer relativen Abgeschiedenheit in Zeiten fremder Unterdrückung die Zeugnisse ihrer nationalen Identität pflegten und behüteten, und so schliesslich zum Quell des Aufstandes zur bulgarischen Wiedergeburt wurden.
Innenhof Trojankloster (116 kb)Erwarten Sie keine Aufforderung für einen Klostereintritt, dagegen eine fachkundige Führung durch Kirche und Gebäulichkeiten und - wen wundert's - durch das Geheimzimmer des Nationalhelden Wassil Levski, der während den Befreiungskämpfen eine ganz besondere Rolle spielte. Das Kloster offeriert einfache und einladende Zimmer zur Übernachtung. Geniessen Sie die Nacht im Gästehaus eines lebendigen, bulgarisch-orthodoxen Manastir.
 
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Tag 4, Montag (150 km)       Über den Balkan ins Rosental und zurück
Kurz nach Trojan steigt die Strasse zum Trojanpass an, der die nächste Verbindung ins Rosental darstellt, das sich südlich an den Balkan anschmiegt. Bulgarien ist noch immer einer der führenden Rosenöl-Produzenten der Welt. Anfangs Juni, zur Zeit der zweiten HospiTour, findet in Kazanlak das Fest der Rose und in der ganzen Umgebung die Rosenernte statt. In der selben Stadt legen Thrakische Gräber Zeugnis von der fast urgeschichtlichen Besiedlung ab.
Gedenkkirche Schipka (6 kb)Freiheitsmonument auf dem Schipkapass (8 kb)Das nachbarliche Dorf Schipka fällt durch eine weiss-goldene Gedenkkirche auf. Sie erinnert genauso an die Befrei­ungskriege wie das Freiheitsdenkmal auf dem Schipka-Pass, den wir kurz danach überqueren, um wieder in den Norden des Balkans zu gelangen. Die Verteidiger auf der Schipka-Krete hielten damals den Kämpfern in Pleven den Rücken frei, was jenen schliesslich den Sieg ermöglichte. Scheinbar etwas viel Geschichte, aber deren Kenntnis schafft Verständnis für das typisch Bulgarische.
Im Freilichtmuseum Etara (36 kb)Unmittelbar am Nordfuss des Passes besuchen wir das Freilichtmuseum Etara (den "Ballenberg" Bulgariens), das einen eindrucksvollen Einblick in Handwerk, Kultur und Architektur des 18./19. Jh. zu vermitteln vermag.
Den Abend verbringen wir in Trjavna, einer Perle von einem Städtchen, das durch seine Holzschnitzer berühmt wurde und noch heute die einzige Holzschnitzerschule des Landes betreibt. Trjavna unterhält nicht umsonst eine Städtepartnerschaft mit dem Holzschnitzerdorf Brienz im Berner Oberland.
Wir übernachten mitten in der intakten, kleinen Altstadt.
 
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Tag 5, Dienstag (60 km)       Trjavna, Zerova Korija, Veliko Tarnovo
Gemütliche Altstadt in Trjavna (16kb)In Trjavna muss man Zeit haben zum flanieren, um in Werkstätten Handwerkern zuzuschauen und um einige grandiose Holzschnitzerarbeiten zu bestaunen. Darum ist die heutige Kilometerleistung bescheiden.
Zerova Korija im Winter 2004Erfolgreiches Landwirtschaftsprojekt (7 kb)Nach einer Fahrt über weiche Hügel erreichen wir Zerova Korija, das kaum auf dem Programm stünde, wenn es dort nicht die Psychiatrische Partnerklinik unserer Privatklinik Sonnenhalde in Riehen BS gäbe. Es handelt sich um die jüngste Partnerschaft entlang der HospiTour, die dennoch schon nach kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse aufzuweisen hat.
Das Dörfchen Arbanassi ist den kleinen Umweg definitiv wert, den wir ein­schlagen werden, bevor wir das Hotel für die Übernachtung in Veliko Tarnovo beziehen. Arbanassi ist berühmt für seine unter Denkmalschutz stehenden, reich bemalten Kirchen, festungsähnlichen Handelshäuser und für die schöne Aussicht auf das nahe, frühere Tarnovgrad hinunter, das von 1187 bis 1396 Hauptstadt des Zweiten Bulgarischen Reiches war.
Eine Altstadt wie ein Gemälde (35 kb) Veliko Tarnovo (veliko=gross/grossartig) schmiegt sich an die steilen Abhänge, die der Jantrafluss schleifenförmig und 300 Meter tief in die Balkanausläufer gegraben hat, was zu ganz malerischen Altstadtpartien von grossem Reiz geführt hat.
 
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Tag 6, Mittwoch (310 km)       Über Scheravna nach Dobritsch
Scheravna, liegt 100 km südöstlich von Veliko Tarnovo in weichen, grünen Wiesen. Es besitzt um die 300 Häuser aus dem 17./18. und vor allem 19. Jh, ein ganzes Architekturensemble aus der Wiedergeburtszeit. Holz war das hauptsächliche Baumaterial. Das Spezielle und Warme an diesem Ort ist, dass hier für einmal die neuen Häuser deutlich in der Minderzahl sind.
Die Zeugnisse des Ersten Bulgarischen Reiches (681 - 972) haben dagegen vorwiegend Ruinencharakter und liegen nördlich (Pliska) und südlich (Veliki Preslav) der Stadt Schumen. Dennoch zeigt das Vorhandene von diesen beiden ersten Hauptstädten auf eine beeindruckend entwickelte Kultur im ersten Jahrtausend hin. Wir picken uns davon nur vereinzelte Elemente heraus, weil der Weg nach Dobritsch genau hier vorbei führt. Die Topographie verändert sich wieder markant, das Gebiet wird flacher, die Süddobrudscha gehört zur Kornkammer des Landes.
Es ist die Partnerschaft zwischen Dobritsch und Schaffhausen, was diese Stadt zum HospiTour-Ziel macht. Unsere Hauptinteressen in dieser Stadt richten sich klar auf das Krankenhaus und auf das Hotelbett nach der langen Fahrt.
 
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Tag 7, Donnerstag (140 km)       Schwarzmeerküste
Blick vom Kap Kaliakra (80 kb)Nach 70 km reicher Agrarlandschaft stossen wir dort auf das Schwarze Meer, wo das Ufer über lange Strecken eine 70 Meter hohe Klippe bildet. Dabei ist unser Ziel, das Naturreservat Kap Kaliakra, besonders attraktiv, weil es am Ende einer ins Meer hinausragenden Landzunge liegt. Nur noch Schwindel erregende Blicke in die Tiefe und ein klei­nes Mo­nument stützen die Geschichte aus dem Volksmund, dass sich hier einmal 40 Jungfrauen durch einen mutigen Todes­sprung der Verschleppung in türkische Harems entzogen. Dass dies grässliche Unglück gerade an einem so schönen Ort geschehen sein soll, kann wohl - nüchtern betrachtet - nur mit touristischem Weitblick erklärt werden.
In etwa der Steilküste entlang fahren wir dann zurück, Richtung Baltschik, der 'Weissen Stadt', die malerisch auf Terrassen weisser Kalksteinfelsen angelegt ist.
Das örtliche Spital kennt auch eine Partnerschaft der ersten Stunde, nämlich mit dem Kantonsspital Zug, welche dieses Frühjahr ihren Abschluss findet. Die meisten andern Besucher suchten Baltschik aber eher auf wegen des bekannt milden Klimas in der weiten Meeresbucht, so auch die frühere Kaiserin Maria aus Rumänien, die sich dort eine Sommerresidenz mit einem botanischen Wandelgarten anlegen liess, die heute zur Touristenattraktion geworden sind.
Die gesamte Uferzone bis hinunter nach Varna ist Bade- und Ferienland. Sogar in den kühlen Jahreszeiten kann man Leute (oder sich selbst) beobachten, die sich mit Wonne in einer der vielen warmen Quellen räkeln, die sich mancherorts ins Meer ergiessen.
Gegen Abend beziehen wir ein Hotel in Varna in der Nähe der 7000 qm grossen römischen Thermen aus dem 2. Jh. n. Chr., die heute allerdings kein Wasser mehr führen.
 
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Tage 8 und 9, Freitag/Samstag         Varna
In Varna fand letztes Jahr ein Symposium zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit Liestal-Varna statt, an welchem etliche teilnahmen. Dennoch blieb genügend Zeit, die lebhafte Stadt am Meer auf eigene Faust zu erleben. Es ist zu erwähnen, dass die Universitätsspitäler von Varna gleich mit vier Partnern in der Schweiz verlinkt sind. Das somatische Spital schaut auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern zurück, wie auch mit den Kantonsspitälern von St.Gallen (Pneumologie und Schlafmedizin) und von Aarau (Radiologie), die Psychiatrische Klinik auf eine solche mit jener des Kantons Basel-Landschaft in Liestal. In beiden Spitälern sind unsere Besuche erwartet.
Varna, angenehm begrünt (96 kb)Varna und Umgebung - die zweitgrösste Agglomeration des Landes - lässt keine Langeweile aufkommen: Kultur, Geschichte, Zoo, Museen, Shopping, Baden, Erholen. Dafür könnte man locker auch eine ganze Woche einsetzen. Hier befindet sich unter anderem der älteste Goldschatz der Welt. 1991 gab es drei Restaurants, heute kaum drei Strassen ohne.
Oder es läge ein Abstecher nach Burgas drin, wo wiederum das Kantonsspital St.Gallen aktuell eine Lungenklinik aufbauen hilft, auf das wir sonst wegen Programmdichte verzichten müssen.
 
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Tag 10, Sonntag           Für die früher Heimkehrenden
Bulgarische Staatsbahnen (18 kb)Eigentlich fängt das Programm für diesen Tag schon Samstag nachts vor 23 Uhr an, wenn die Heimkehrer sich im Wagon-Lits im Zug Varna - Sofia zur Ruhe legen. Morgens um 6 Uhr erreicht man Sofia, was bestens für den Anschluss an den 9 Uhr-Direktflug reicht, der vor der Mittagszeit in Zürich landet. Viele Bulgarienkenner lieben diese gemütliche Zugreise, da sie komfortabel, billig und erst noch zuverlässiger ist als die Zeitpläne der wenigen innerbulgarischen Flüge ohne Anschlussgarantie.
Wer dennoch einen Flug vorzieht, kann dies bei der Anmeldung gerne vermerken.
 
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Tag 10, Sonntag (380 km)          Über Nessebar nach Plovdiv

Festungsturm Nessebar (7 kb)Die Busreise findet jetzt ihre Fortsetzung in den südlichen Teil Bulgariens. Wir verlassen Varna zeitig, und legen einen ersten Stopp ein im unter UNESCO-Schutz gestellten Kleinstädtchen Nessebar, das kurz vor Burgas auf einem nur durch einen Damm mit dem Festland verbundenen Inselchen im Schwarzen Meer liegt. Der kleine Ort, der sich in einer Stunde locker durchstreifen lässt, ist eine der ältesten und erst noch dauernd bewohnten Siedlungen Europas. 5000 Jahre reichen die Spuren zurück, wenn auch das heutige Erscheinungsbild, nebst uralten Kirchen und Ruinen, wesentlich im 18. und 19. Jahrhundert entstand.
Von kurzen Halts abgesehen, streben wir danach zügig Plovdiv zu, indem wir vorerst bis Sliven dem Südfuss des Balkans folgen, um dann durch die Thrakische Ebene nachmittags unseren Zielort zu erreichen.
das römische AmphitheaterTypische Bauweise (17 kb) Unglaublich, aber Plovdiv weist gar eine 8000-jährige Vergangenheit nach. Die Thraker waren schon lange da gewesen, als der Mazedonier Philipp II, der Vater Alexander des Grossen, die weintraubenbewachsenen Hügel mit Festungen überbaute und den Ort Philippopolis benannte. Die Römer errichteten hier die Hauptstadt ihrer Thrakischen Provinz und nannten sie Trimontium (Dreihügelstadt). Es folgten Kelten, Slawen, Byzantiner, dann die Bulgaren. Aus dem Westen hinterliessen die vier Kreuzzüge ihre Spuren, aus dem Osten kamen nochmals die Byzantiner und schliesslich die Osmanen.
Bis zur morgigen Weiterfahrt werden wir die Stadt auf einer Rundfahrt, aber vor allem auch zu Fuss zu erfahren versuchen.
 
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Tag 11, Montag (140 km)         Im Rhodopengebirge
Nur noch die Festungskirche (26 kb)Assenovgrad befindet sich 20 km südwestlich von Plovdiv und festungsgleich am Ausgang eines schönen Rhodopentales, das wir heute etappenweise hochfahren werden. Den Augen bieten sich Burgruinen mit einer alten Kirche an, die wie ein Adlerhorst hoch über dem Städtchen thronen. Mehr für den Gaumen sind die exzellenten Weine, wie der Mavrud, die in diesem gut besonnten Gebiet wachsen, das auf dem gleichen Breitengrad wie Rom liegt.
Im Hof des Batschkovoklosters (31 kb)Reichste Wandmalerei (15 kb)Das 1083 gegründete Batschkovo-Kloster, das zweitgrösste im Land, besticht, nachdem man all die Strassenhändler passiert hat, einmal mehr durch beeindruckende Sakralkunst und durch seine so selbstverständlich wirkende Einbettung in die ansteigenden Rho­dopen.
Ein möglicher Abstecher in ein Seitental könnte uns zu einer der vielen Launen der Natur führen, die in diesem Gebirgszug nicht immer einfach, aber vielfältig zu finden sind. 'Wunderbrücken' werden zwei übrig gebliebene Felsriegel genannt, die hohe Schluchten überspannen, weil sie das Wasser in diesem karstigen Gebiet nicht wegzuspülen vermochte.
Spuren des Wintersports (28 kb)Zurück auf der Hauptstrasse erreicht man am Ende des mit Bädern gesäumten, abwechslungsreichen Tales das Erholungszentrum Pamporovo (1600 m), das schon seit langem auch in ausländischen Katalogen als Wintersportort angepriesen wird.
Hier wenden wir uns westwärts und erreichen, wieder abwärts fahrend, bald das idyllische Dorf Schiroka Lâka. Steinplattengedeckte Häuser, unten schmal, oben breiter werdend, jedes mit eigenwilliger Individualität an die Talhänge gebaut, so dass es nicht verwunderlich ist, dass über hundert davon unter Denkmalschutz stehen.
In Dospat, am Ufer eines Stausees, finden wir unser Hotel für die Nacht.
 
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Tag 12, Dienstag (200 km)           Melnik und Rila
Bedingt durch die Grenznähe ist die ethnische Vielfalt in diesem Gebiet grösser als anderswo in Bulgarien. In den östlichen Rhodopen, die wir auf dieser Reise nicht berühren, leben merklich mehr türkischstämmige Bulgaren, während hier im Westen der griechische Einfluss unübersehbar ist.
Melnik in malerischer Umgebung (43 kb)Das Kordopoulov-Haus (14 kb)"245 Einwohner mit sinkender Tendenz" vermerkt ein Reiseführer zu Melnik, das als kleinste bulgarische Stadt gilt und, ganz in der südwestlichen Ecke des Landes, nur noch 18 km von der griechischen Grenze entfernt ist. Melnik ist ein im Mai nach Akazien duftendes Kleinod in­mitten von phantastischen Felsgebilden und Sandpyramiden. Die Wieder­geburts-Architektur hat in diesem schmalgassigen Ort eine weitere, ganz eigene Prägung angenommen. Und als kuli­narische Spezialität bietet es schweren Rotwein aus der aus Syrien stammenden Melnik-Rebe an, auch für uns.
Von diesem Ort aus sei eine etwa einstündige Wanderung zum nahen, kleinen Roschenkloster (Roshenski Manastir) empfohlen, das durch seine ruhige Ausgewogenheit, Gepflegtheit und Abgeschiedenheit in einmaliger Umgebung bezaubert. Unser Bus, der einen andern Weg wählen muss und ohnehin nicht ganz bis zum Kloster fahren darf, steht für den Rückweg zur Verfügung.
Rilakloster (126 kb)Erst gegen Abend, wenn die Besucherscharen wieder weg sind, die täglich das bulgarische Nationalheiligtum Rila-Kloster förmlich überschwemmen, möchten wir dort ankommen und schon heute die Übernachtung in dieser prächtigen Anlage beliebt machen. Dies bietet die beste Gewähr, abends und beim Erwachen des Tages die Würde und Schönheit dieses eindrucksvollen Ortes aufnehmen zu können.
Ein Hotel in der Nähe - als Alternative - stünde zur Verfügung.
 
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Tag 13, Mittwoch (110 km)        Rückfahrt nach Sofia / Heimreise
Rila als Höhepunkt jeder Bulgarienreise anzupreisen, ist kaum vermessen. Und nach der Besichtigung und dem Erleben dieses Ortes seien nur noch die Fahrt nach Sofia und der nachmittägliche Rückflug nach Zürich programmiert. Die verbleibende Zeit steht zu Ihrer Verfügung, den oder die Orte dazu werden wir vorgängig aushandeln.
Vielleicht hat ja nicht nur der Reiseleiter Lust auf einen letzten Schopska Salat, begleitet von einem mundigen Rakia-Schnaps.
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